Tierleid verhindern bevor es entsteht!

Durch effektive Aufklärungskampagnen möchte der TNBB dazu Beitragen das Tierleid verhindert wird bevor es überhaupt entsteht.

Für (zu) viele Menschen sind Tiere immer noch ein Spielzeug. Dabei vergessen diese Menschen, dass Tiere genau wie wir ein eigenes Wesen, eine eigene Seele haben. Jeder Katzenliebhaber etwa kennt die Eigenarten seines Stubentigers.

Dennoch muss man immer wieder in den Tageszeitungen und im Internet lesen, dass Tiere vor dem Urlaub ausgesetzt und nach dem Urlaub durch neue Tiere ersetzt werden. Wer kennt nicht irgendjemanden, der schon einmal ein Tier ausgesetzt oder abgegeben hat? Die ausgesetzten Tiere landen dann in den völlig überfüllten Tierheimen und nicht wenige erleiden dadurch eine psychische Störung. Das ist genauso schlimm, als würde man einen Menschen aus seinem gewohnten Umfeld reißen und in ein Heim stecken. Tiere können die Zusammenhänge nicht verstehen und sind oft völlig verstört, dass ihr Halter sie ausgesetzt hat. Die meisten Tiere sind es durch die menschliche Umsorgung auch nicht mehr gewohnt, für sich selbst zu sorgen. Setzt man eine Katze, die ihr ganzes Leben nur in der Wohnung gelebt hat, im Wald aus, wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach sterben weil sie entweder verhungert, überfahren oder zum Opfer von Tierqälern wird.

Warum setzen dann so viele Menschen ihre Tiere aus?

Das ist der Kernpunkt eines großen Problems. Alleine in Deutschland werden jährlich rund 500.000 (!) Tiere ausgesetzt. Eine unfassbar beschämende Zahl! In Deutschland gibt es aber nur gut 750 Tierheime. Für diese ist es also ein Ding der Unmöglichkeit, all diese armen Tiere aufzunehmen. Deshalb sollte man als aufgeklärter Bürger und Tierfreund genau überlegen, ob man sich ein Tier anschafft oder nicht.

Was muss ich vor der Anschaffung eines Tieres bedenken?

Man sollte sich auf keinen Fall ein Tier einfach spontan kaufen. Wenn man sich ein Tier anschafft, muss man sich vorher über einiges Gedanken machen. Kann ich mit der Verantwortung für ein Lebewesen umgehen? Ist mir klar, dass ich mich jahrelang an ein Tier binde? Habe ich genug Geld, um Essen, Trinken und Arztkosten zu bezahlen? Werde ich mich auch nach ein paar Jahren noch mit Liebe um mein Tier kümmern? Diese und viele weitere Fragen sollte man sich stellen, bevor man sich dafür entscheidet, sich ein Tier zu holen. Denn Tiere sind anhänglich. Deshalb sollte man auch wissen, wem man sein Tier anvertraut, wenn man im Urlaub ist. Diese Frage sollte man auf jeden Fall im Sinne des Tieres beantworten können. Familie, Freunde und vertrauenswürdige Nachbarn eignen sich hier als erste Ansprechpartner. Auch der Wohnort spielt eine Rolle. Darf ich in meiner Mietwohnung ein Tier halten oder verbietet der Vermieter das? Hier sollte man sich vorher erkundigen. Erst, wenn der Vermieter seine Erlaubnis erteilt (falls das nicht schon im Vertrag geregelt ist), sollte man sich überhaupt mit der gewünschten Tierart näher beschäftigen. Das verhindert auch eine nachhaltige Enttäuschung.

Zudem sollte die Wohnung bzw. der Hof genug Auslauf bieten. Bei einem Pony etwa eignet sich ein Kauf nur, wenn man z.B. ein Stück Land besitzt, auf dem eine artgerechte Haltung möglich ist. Alles andere wäre Tierquälerei. Hier muss man auch bedenken, dass ein Pony natürlich viel teurer ist, als beispielsweise eine Katze. Sowohl in der Anschaffung, als auch bei den regelmäßigen Kosten. Wenn die Tochter also unbedingt ein Pony haben möchte, sollte man sicher sein, dass sie das Interesse an dem Tier nicht nach kurzer Zeit verliert. Ein längeres Gespräch über die Verantwortung, die ein Tier mit sich bringt, muss man auf jeden Fall führen. Erst dadurch kann man wirklich erkennen, ob die eigene Tochter großes Interesse an dem Tier hat oder ob das nur eine vorübergehende Phase ist. Ist letzteres der Fall, sollte man von einem Kauf in jedem Fall Abstand nehmen. Viele Möglichkeiten bleiben nicht mehr übrig, wenn man ein Pony hat, um das sich die Tochter nicht mehr kümmern will. Wenn das Interesse schwindet gibt man das Pony im besten Fall an einen anderen Hof und es beginnt für das Tier eine jahrelange Odysse von Halter zu Halter. Oder es landet sofort beim Schlachter. Letzteres sollte um jeden Preis verhindert werden.

Wichtig: Sensibilisierung!

Sie müssen sich und ihre Kinder sensibilisieren. Stellen Sie sich einfach vor, dass ihr Tier zu ihrer geliebten Familie gehört. Es ist ihr anhänglicher Weggefährte, ihr Begleiter auf dem Pfad des Lebens. Man sollte es nicht mal in Erwägung ziehen, einen solchen Freund auszusetzen. Denn das nicht nur verachtenswert und unmenschlich, sondern auch eine Straftat, die mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann. Wie bereits zu Beginn erwähnt, gibt es in Deutschland nur circa 750 Tierheime. Natürlich gibt es auch einige Privatleute, die sich um ausgesetzte Tiere kümmern. Dennoch sollte man verhindern, die Tiere dort unüberlegt abzugeben. Denn sowohl Tierheime als auch Privatpersonen sind auf Spenden angewiesen. Leider gibt es nicht viele Menschen, die bereit sind, ihr Geld den Tierheimen zu überlassen. Es ist ein Teufelskreis, der nur durchbrochen werden kann, wenn man sich vor der Anschaffung die oben genannten Fragen stellt und sich erst bei Bejahung ein Tier als seinen Freund holt.

Was tun, wenn sich eine Abgabe nicht verhindern lässt?

Es kann natürlich immer sein, dass eine neue, unvorhergesehene Lebenssituation eintritt. Beispiele: Die Oma muss ins Heim, oder Sie sind durch Krankheit nicht mehr in der Lage sich um Ihr Tier zu kümmern.  Wenn es sich nicht verhindern lässt, sollte man sich zumindest sicher sein, dass man seinem Tier ein schönes neues Zuhause besorgt. Man sollte sich bis zur Abgabe für sein Tier verantwortlich fühlen. Das beinhaltet auch, dass man Interessenten näher kennenlernt und sich eigenständig darum kümmert, sein Tier unterzubringen. Also auch, dass man die Wohnung / den Hof der Interessenten begutachtet. So kann man sein Tier dann ruhigen Gewissens in gute Hände geben.

Also, liebe Tierfreunde: Erst nachdenken, dann kaufen! Mit dieser Devise können sie Tieren sehr viel Leid ersparen!